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Errichtung eines geothermisch beheizten Anbaus

Schwickartshausen (Wetteraukreis), Projektbeginn Oktober 2006 - November 2007
Auftraggeber: Familie Krug von Nidda
Bauherr: Familie Krug von Nidda


Die Familie Krug von Nidda plante auf ihrem Grundstück die Errichtung eines Anbaus, der mit Erdwärme beheizt werden soll. Hierfür wurde die Installation einer Erdwärmesondenanlage mit einer Heizleistung von 14,5 kW vorgesehen.

Die Dr. Hug Geoconsult GmbH wurde vom Bauherrn mit folgenden Leistungen beauftragt:

Durch die Lage des Bauvorhabens am Rande des Vogelsberges sind bei der Erschließung der geothermischen Energie aufgrund der geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse gewisse Randbedingungen zu beachten, die im Vorfeld durch eine Standortbewertung untersucht wurden. So können beispielsweise Wechsellagerungen zwischen hartem Basalt, lockeren Asche- und Tufflagen, Tonhorizonten sowie unterlagerndem Buntsandstein zu hohen Ansprüchen an die Bohrarbeiten und die Stabilität des Bohrlochs führen. Ebenso können mehrere Grundwasserhorizonte sowie gespannte Grundwasserverhältnisse bis hin zu artesisch austretendem Wasser nicht ausgeschlossen werden. Seitens des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie wird der Standort als wasserwirtschaftlich und hydrogeologisch günstig beurteilt.

In diesem Zusammenhang wurde auch bei den betreffenden Behörden über konkrete geologische und hydrogeologische Vorkenntnisse aus dem Projektgebiet sowie die grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit nachgefragt, um für den privaten Bauherrn die Baugrundrisiken so transparent wie möglich zu gestalten.

Durch die Einholung von mehreren Angeboten von in Frage kommenden Bohrunternehmen, deren fachliche und wirtschaftliche Auswertung, die in einen Vergabevorschlag mündete, konnten schließlich in einem gemeinsamen Vergabegespräch, an dem der Bauherr, das Bohrunternehmen, der Haustechniker und unser Büro beteiligt waren, die fachlich sehr komplexen Verknüpfungen für den Auftraggeber hinreichend verdeutlicht werden.

Die Bohrarbeiten wurden von uns stichprobenartig fachtechnisch begleitet. Zur Ausführung kamen 3 Erdwärmesonden mit Tiefen zwischen 90 m und 120 m. Die geologische Einschätzung des Standorts und damit der Berechnungsansätze für die Auslegung der Erdwärmesondenanlage wurde durch die Bohrarbeiten bestätigt. Die hydrogeologischen Verhältnisse führten zu keinen Erschwernissen. Durch das fachlich sehr kompetente Bohrunternehmen konnte der Aufwand für die fachtechnische Begleitung auf ein sehr geringes Maß reduziert werden.

Besondere Fragestellungen

  • Geothermische Beratung
  • Geologische Standortbewertung
  • Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden/ Klärung der Genehmigungsfähigkeit
  • Angebotseinholung/ Auswertung Bohrfirmen/ Vergabeempfehlung
  • Fachtechnische Begleitung der Bohrungen

externe Projektbeteiligte

Terra Therm Erdwärme GmbH, Fulda