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Geothermische Erschließung des Neubaugebiets Forsthausweg

Oberursel, Projektbeginn Juli 2007
Auftraggeber: Gemeinnütziges Siedlungswerk GmbH, Frankfurt/ Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH
Bauherr: Gemeinnütziges Siedlungswerk GmbH, Frankfurt/ Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH


In Oberursel entsteht im Neubaugebiet am Forsthausweg das Wohnprojekt „Select Living". Dahinter verbirgt sich ein Bauvorhaben, das zusammen von der Gemeinnütziges Siedlungswerk GmbH, Frankfurt (GSW) und der Nassauischen Heimstätte „ProjektStadt", Frankfurt (NH) realisiert wird. Insgesamt 42 Wohneinheiten, die sich aus Doppel- und „Kettenhäusern", „Gruppenhäusern" und einem Mehrfamilienhaus zusammensetzen und einen Heizbedarf von jeweils etwa 9 bis 12 kW (in der Summe über 400 kW) aufweisen, sollen hier mit Erdwärme individuell beheizt werden.

Folgende Leistungen wurden von Dr. Hug Geoconsult erbracht:

Bereits im Vorfeld der Planungen wurde über eine geologische und hydrogeologische Machbarkeitsstudie die generelle Eignung des Baugebiets für eine geothermische Nutzung an dem vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) als wasserwirtschaftlich und hydrogeologisch günstig erachteten Standort nachgewiesen. Im Hinblick auf die weitere Planungssicherheit und konform mit dem gängigen Regelwerk, der VDI Richtlinie 4640, wurde an Hand einer Pilotbohrung mit vollständig eingebauter Erdwärmesonde ein „Geothermal Response Test" (GRT) zur Ermittlung der tatsächlichen Wärmeentzugsleistung aus dem Erdreich durchgeführt. Die Pilotbohrung lieferte u. a. Hinweise darauf, dass mit Lockergestein auch in größeren Tiefen zu rechnen ist, was die Notwendigkeit einer Hilfsverrohrung bis zur Endtiefe der Bohrung mit sich bringt. Durch diese Erkenntnis und die Auswertung des GRT wurde die Ausführung mit zwei flacheren Bohrungen, statt ursprünglich einer tieferen Bohrung, pro Wohnhaus konzipiert. Die erforderlichen Bohr- und Sondentiefen zwischen 90 m und 130 m wurden für die insgesamt 80 Bohrungen über eine Auslegungsberechnung ermittelt.


Durch die fachtechnische Begleitung der Sondenherstellung sollen sowohl die Ansätze der Auslegungsberechnung geprüft und verifiziert sowie eine Qualitätssicherung der Ausführungsarbeiten gewährleistet werden. Ferner ist, als Auflage der Genehmigungsbehörde, u. a. auf das Vorkommen von mineralisiertem Grundwasser zu achten, um im Bedarfsfall die fachlich erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.

Besondere Fragestellungen

  • Standortbewertung.
  • Geothermal Response Test.
  • Auslegungsberechnung.
  • Ansprechpartner für Bauherr und Genehmigungsbehörde.

externe Projektbeteiligte

Ingenieurbüro Helmut Kläs, Klein-Winternheim, Heizung, Sanitär, Lüftung
Erdwärme u. Bohrtechnik Saar GmbH, Neunkirchen, Bohrarbeiten
Ph. A. Eberhardt + Sohn GmbH, Kronberg, Wärmepumpen