61440 Oberursel | Telefon: 0 61 71 - 70 40- 0 |e-Mail:office(at)hug-geoconsult.com

Gefahrgutunfall auf der BAB 3 am 24.09.2004

Bundesautobahn A 3; Höhe Offenbacher Kreuz, Fahrtrichtung Würzburg, Projektbeginn September 2004 - Juli 2005
Auftraggeber: Allianz Versicherungs-AG, Theodor-Stern-Kai 1, 60596 Frankfurt am Main
Bauherr: Allianz Versicherungs-AG, Theodor-Stern-Kai 1, 60596 Frankfurt am Main


Am 24.09.2004 kam es auf der Bundesautobahn BAB 3 zu einem spektakulären Unfall, bei dem ein mit 32.000 Litern Kraftstoff beladener Tanklastzug in Brand geriet.


Bei dem Unfall kam es zum Austritt von mehreren tausend Litern an Vergaser- und Dieselkraftstoff, die sich mit dem Löschschaum vermischten und teilweise über die Fahrbahnentwässerung in den an die Autobahn angrenzenden Stadtwald abgeleitet wurden.


Da aus diesem Umstand eine akute Gefährdung von umweltrelevanten Schutzgütern (Boden, Grundwasser) abzuleiten bzw. ein bereits erfolgter Übertritt von Schadstoffen in den Untergrund wahrscheinlich war, wurde die Dr. Hug Geoconsult GmbH noch am Unfalltag mit der Begutachtung des Schadens und der sich aus umwelttechnischer Sicht ergebenden Planungs-, Koordinierungs- und Überwachungsleistungen beauftragt.


Nach der Umsetzung von Sofortmaßnahmen (u.a. Ölsperren, Saugwageneinsatz zur Produktaufnahme) wurden von der Dr. Hug Geoconsult GmbH zur Erkundung und Abgrenzung der Kontamination rund 25 Kleinbohrungen in dem Schadensgebiet niedergebracht und drei Grundwassermessstellen errichtet.


Die damit, vor allem im Umfeld des Kanalauslaufs der Autobahnentwässerung sowie im Bereich eines Entwässerungsgrabens, lokalisierte und sich auf den Boden beschränkende Mineralölkontamination wurde in Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde Frankfurt durch Bodenauskofferung von der RWE Umwelt GmbH saniert. Die Planung und Ausschreibung der dazu erforderlichen Leistungen sowie die Fachbauüberwachung wurden von der Dr. Hug Geoconsult GmbH ausgeführt.


Im Zuge der Arbeiten wurden alle mineralölspezifisch auffälligen Böden abgetragen. Hierzu war eine offene Grundwasserhaltung erforderlich; das angefallene Wasser wurde über eine mobile, im Sanierungsbereich installierte, Grundwasserreinigungsanlage abgeleitet. Das vorab "in-situ" abfalltechnisch deklarierte Aushubmaterial wurde in der Bodenbehandlungsanlage der Fa. Umweltschutz West in Neu Isenburg verwertet. Nach Abschluss des Bodenabtrags wurden die entstandenen Aushubgruben rückverfüllt und die ursprüngliche Geländemorphologie wieder hergestellt.


Alle im Zusammenhang mit den Sofortmaßnahmen, der Schadenserkundung und der Sanierung ausgeführten Maßnahmen wurden von der Dr. Hug Geoconsult GmbH in Form einer Abschlussdokumentation beschrieben, worauf die Untere Wasserbehörde den Sanierungserfolg bestätigt hat.

Besondere Fragestellungen

  • Koordination der Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr
  • Erkundung der Schadensausdehnung
  • Planung und fachtechnische Begleitung der Bodensanierungsmaßnahmen
  • Dokumentation

externe Projektbeteiligte

Berufsfeuerwehren Frankfurt, Offenbach, Fraport AG und Infraserv
Untere Wasserbehörde Frankfurt
RWE Umwelt GmbH (Sanierungsarbeiten)
Umweltschutz West (Bodenverwertung)