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Umwelttechnische Baugrund- und Gebäudeuntersuchung eines RWE-Kraftwerks

Dettingen, Projektbeginn November 2004 - Januar 2005
Auftraggeber: RWE Power AG, 54189 Trier
Bauherr: RWE Power AG, Huysenallee 2, 45128 Essen


Das Kraftwerk Dettingen, mit einem 100 MW Block mit bivalenter Steinkohle-/Ölfeuerung, wurde im Jahr 1999 stillgelegt. Im Zuge der geplanten Verwertung und der weiteren gewerblichen Nutzung des Areals erfolgten Prüfungen des Baugrunds auf altlastenverdächtige Bodenbelastungen und die Begutachtung des Gebäudebestands auf schadstoffhaltige Massenbaustoffe bzw. schadstoffhaltige Produkte und Materialien. Darüber hinaus wurden abfalltechnische Untersuchungen durchgeführt.

Die Begutachtung umfasste neben dem eigentlichen Kraftwerksblock mit Kesselhaus, Maschinenhaus, Pumpenhaus, Rauchgasreinigung und Kamin auch Nebengebäude bzw. bauliche Anlagen wie die Kläranlage, verschiedene Werkstatt- und Lagergebäude, die Wasseraufbereitung, Sozialgebäude etc. Insgesamt wurden 20 Kraftwerks- und Nebengebäude mit rd. 156.000 m3 geprüft.

Im Ergebnis der durchgeführten Begehung der Gebäude und den anschließenden Laboruntersuchungen wurden, dem Alter und der Nutzung der Gebäude entsprechende, Belastungen der Bausubstanz bzw. schadstoffhaltige Produkte, in hohem Maße jedoch Künstliche Mineralfasern (KMF), festgestellt.

Unter anderem sind dabei zu nennen: Flanschdichtungen für Kessel, Tanks, Rohrleitungen; Brandschutzklappen und Brandschutztüren; Fensterkitte und Fugenmassen; Isolatoren in elektrischen Anlagen; Asbestzementplatten an Wänden und auf Dächern; Asbestzementformteile im Innen- und Außenbereich; Fensterbänke aus Asbestzement; Dämmungen von Kessel und Rohrleitungen; Dämmungen von Außen- und Zwischenwänden; Deckenplatten.

Für den Rückbau kritisch und kostenrelevant wurde insbesondere das Vorhandensein von Betonfassadenelementen mit Holzkern und asbesthaltigen Fugenmassen des Maschinenhauses und von Nebengebäuden eingestuft.

Besondere Fragestellungen

  • Prüfung der Gebäude, Freiflächen und technischen Anlagen aus Schadstoffe (Gebäudeschadstoffkataster).

  • Erstellung eines Abbruch- und Entsorgungskonzepts.

  • Historische Erkundung zur Nutzungshistorie.

  • Umwelt-/altlastentechnische Baugrunderkundung.

  • Kostenschätzung zur Baureifmachung des Grundstücks und zum Rückbau der baulichen Anlagen.